Montag, 9. Oktober 2017

Oha

Zwei Monate her, und der Blog gähnend leer... Aus euren Kommentaren erkenne ich, dass andere hier öfter vorbeischauen als ich.
Nun gut.
Ich war also im Urlaub.
Die erste Woche hab ich mir selbst ordentlich versaut, weil ich (und ich wage es kaum zu sagen) noch kurz vor der Abreise die fast leere Ampulle mit dem Langzeitinsulin ausgewechselt habe. Dann hab ich alles Zubehör eingepackt, und bin, unter Mitnahme der Freundin S., Richtung benachbartes Ausland aufgebrochen.
Natürlich unter Mitnahme der Plastikdose mit allerlei Diabeteszeug- Teststreifen, Ersatznadeln, Nachfüllampullen.
Und dann ging es rund:
Abends die Dosis Langzeitinsulin gegeben. Zwei Stunden später unterzuckert, und zwar kräftig. Einsatz von Notfall-Kohlehydraten. Morgens Blutzucker von > 400 mg/dl.Frühstück fällt dann aus, und der Tag zog sich hin, mit sehr schweren Beinen, extremer Müdigkeit... und einem kräftigen Unterzucker so gegen zehn. Weiteres Messen ergab stets irre hohe Werte, mit sämtlichen Begleiterscheinungen... und das ging eine Woche so weiter. Kräftige Unterzucker mit Werten von um die 40, abwechselnd mit Ergebnissen, die einem die Schädeldecke anheben.
Es hilft nicht, dass man mit sehr hohen Werten nicht mehr gut denken kann. Und es hilft auch nicht, wenn die Mitfahrerin bereits leicht angepisst ist, dass man nicht fröhlich und guter Dinge munter fürbaß schreitet. Zudem hatte die erste Nacht in der Mini-Hüpfburg, die von seiten der Vermieterin als Bett für zwei vorgesehen war, zu einer spontanen Lagerbauaktion und meiner Umsiedlung auf den Fußboden geführt. Wenn ich eins nicht leiden kann, ist das eine durchgehende Matratze. Einsvierzig breit. Für zwei, die nicht die halbe Nacht aufeinander liegen wollen.Nächte auf dem Fußboden, mit der diabetesbedingten häufigen Notwendigkeit, zum Klo zu rennen, sind aber auch nicht gut, Herrschaften. Nicht für meinen Rücken und nicht für mein Durchschlafen.
Nach einer Woche irrer Blutwerte dann hatte ich einen Geistesblitz und bin mal nachschauen gegangen- und hab dann festgestellt, dass ich in der Eile vorm Wegfahren in den Pen für das Langzeitinsulin...auch eine Ampulle Kurzzeitinsulin reingeschraubt hatte.
Das kann nicht funktionieren, und tut es auch nicht. Leider unterscheiden sich die zwei Insuline nur durch einen Farbring. Leider sind die beiden (das altbekannte Langzeit- und das relativ neu angewendete Kurzzeitinsulin) vom selben Hersteller, und passen daher auch beide in beide Pens. Leider hatte ich bis vor ein paar Wochen vom Langzeitinsulin Fertigpens, die nach Nutzung weggeworfen werden, und die man, türkis wie sie sind, nicht mit dem silbernen Pen für das Kurzzeitzeugs verwechseln kann.
Leider war ich ein nicht ganz bei der Sache seiender Vollhorst.
Nach einer Woche und zwei Tagen der wiederkehrenden Blutzuckernormalität ging es dann aufwärts.
Da konnte ich dann auch den Strand genießen (bei Temperaturen um 18 Grad um die Jahreszeit keine Selbstverständlichkeit), Amsterdam abscheulich unruhig finden und einen kontoleerenden Ausflug nach Haarlem ganz wunderbar.
Abgesehen davon war auch in der ersten Woche der Strand grandios, das Essen (low carb, dank der Freundin- wer weiß, was sonst passiert wäre...) fantastisch, der Nachbarhund ganz einfach anbetungswürdig, und ich habe es gehasst, schon wieder hier zu sein.



 Man achte auf die Zöpfe vom Hund.
Hach, Moush.


Donnerstag, 10. August 2017

Es ist August

der zehnte August, und ich hab seit Ewigkeiten nix mehr geschrieben. Es ist nicht so, dass mir nichts mehr einfiele. Nein, da ist derzeit vieles, aber es reicht nicht von der Couch bis an den Schreibtisch- diese doofen mobilen Dinger haben das Platz nehmen am Rechner (zu Hause, meine ich) zur Ausnahme gemacht.
Daher hier kurz das Wesentliche zusammengefasst:
Die Lily hat alle abgenommenen Kilos wiedergefunden und ordentlich an den Hüften und den runden Beinchen befestigt, wie sich das gehört.
Die Lily hat sich zum WS 2017/18 für einen Bachelor in Kulturwissenschaften immatrikuliert und kann prompt an der Eröffnungs- Info-Veranstaltung nicht teilnehmen wg. Urlaub. Im Ausland. Jawoll.
Die Lily hat nur noch zwei Katzen, diesmal jedoch nicht durch Seuchen- sondern durch Abgabe-Einwirkung, denn die Trudi ist viel glücklicher als Einzelkatze bei einem Einzeldosenöffner.
Die Lily doktert gerade mithilfe der örtlichen Diabetologie an ihrem Zucker herum. Bisher mit nicht so viel Erfolg.
Die Lily grüßt euch alle ganz herzlich :-)

Freitag, 9. Juni 2017

Wir fräsen, oder: Geglückte Investitionen

Wer kennt das nicht? Something shiny am Horizont. Irgendwas glitzerndes, das sich verlockend auf der Amazon-Seite räkelt und verführerisch raunt: Kauf mich.
Aus den verschiedensten, im Endeffekt nicht immer stichhaltigen Gründen fällt man auf dieses Geraune herein, und klickt mit zugekniffenen Augen auf SofortKaufen, nur um zehn Tage später mit sinkendem Mut zu konstatieren, dass das wohl ein Schuss in den Ofen war, und man das Ding nun eigentlich wirklich nicht braucht. Entweder, weil es nicht so funktioniert wie gedacht oder weil es dann doch zu teuer ist für das, was man sich davon erhoffte.
Fleißige Menschen schicken es dann zurück. Leute, denen ihre Fehlentscheidungen peinlich sind, räumen das Ding weg und versuchen, es unter "Dumm gelaufen" zu verbuchen, verbunden mit dem festen Vorsatz, das nie wieder zu machen. Der Vorsatz ist so fest wie kurzfristig.
Unter diese Kategorie kann ich Dinge wie den Staubsaug-Roboter verbuchen, der seit Jahren von Herrchen zu Herrchen wandert, weil niemand ihn wirklich gebrauchen kann. Der Nutzvorteil, nämlich die Katzenhaar-verseuchte Bude dauerhaft von denselben zu befreien, war gleich Null, der Nachteil, die Katzenhaarverstreuer zu verschrecken, maximal. Zudem war meine Wohnung offenbar nur für Menschen und Katzen navigierbar, Roboter finden sich nicht zurecht und verenden regelmäßig unter einem Möbelstück, von wo aus es kein Entkommen gibt.
Es gibt aber auch beglückende und dauerhaft erfreuliche Erwerbungen.
Davon habe ich in den letzten Wochen mehrere gemacht:
1. Der Schredder.
Ich bin ein Unterlagen-auf-Stapeln-Ableger. Ein Exfreund sprach von mir als der Bergbauerin. So eine baut Berge. Von Unterlagen. Die mindestens mit meinem Namen, wenn nicht mit noch mehr persönlichen Daten versehen sind, was es unmöglich macht, sie einfach so weg zu werfen. Daher haben sich im Laufe vieler, vieler Jahre viele, viele Unterlagen zu einer stattlichen Anzahl Stapel gesammelt. Die nehmen Platz weg, sehen Scheiße aus und bedrücken, weil man irgendwann auch nicht mehr weiß, ob nicht doch was wichtiges drin liegt. Dazu sammeln sie Staub an, welchselbigen man wirklich nicht mit einem Staubsaugerroboter weg kriegt.
Also habe ich mir nun endlich einen Aktenvernichter gekauft. Nicht den allerbilligsten, aber auch keinen CIA-Beweisannihilator, der zwei Aktenordner je Minute schreddert.
Und seither sitze ich abends da, neben mir der Schredder, der friedlich und glucksend vor sich hin fräst, und vor mir ein Stapel von Papier. Der minütlich kleiner wird.
Gut angelegte 29 €.
2. Der Kurs
Vor einigen Jahren schon habe ich über ZeitzuLeben einen Selbstcoaching-Kurs gemacht, und Anfang diesen Jahres noch einen. Beide hatten einen nachhaltigen Effekt auf mich, und haben zudem noch Spaß gemacht. Das ganze fand jetzt einen vorläufigen Höhepunkt in einer sogenannten Challenge, was auch ein Kurs ist, aber schneller. Jeden Tag, über 30 Tage, gibt es eine Aufgabe, und die Summe der Aufgaben und Übungen führen einem im Idealfall zu einem Ziel. Diesmal ging es um Sowas wie Zielentwicklung und persönliches Wachstum. Ein wunderbarer Kurs, der mich 79 € gekostet hat und mehr gebracht hat als 12 Wochen stationäre Psychotherapie, was die Zielbildung betrifft. So ein Kurs hätte mich nicht so aufbauen können, wie die Klinik das damals tat, aber in Bezug auf das Leute-in-die-Gänge kriegen ist deren Ansatz echt unschlagbar. Ich habe es tatsächlich geschafft, aus dem vagen Gefühl des "Es wird sich nichts mehr tun in deinem Leben" zu einem "Oh doch" zu kommen. Zu einem sehr konkreten Oh-doch. Ich genieße jede Minute.
Das nur für heute.
So siehts aus, Herrschaften!



Mittwoch, 31. Mai 2017

...des Teufels

Den gestrigen Feierabend habe ich damit verbracht, ein, zwei Möbelstücke ins Haus zu schleppen und dort für ihre künftige Benutzung vorzubereiten.
Den Balkontisch habe ich auf den Balkon gebracht. Alles ist gut.
Die kombinierte Küchensitz-/Schuhaufbewahrungsbank habe ich zusammengebaut.
Anderthalb Stunden lang musste ich dafür in der Arbeit nicht zuträglicher Haltung zubringen, um mittels Behelfswerkzeug eine Explosionszeichnung in einen Tätigkeitsablauf umzusetzen. Ein Puzzle aus mehreren großen Holzteilen, bei denen leider kaum festzustellen war, welches wofür gedacht war. Alle wiesen nicht nur die Vorbohrungen und Montagelöcher auf, die man für diese Bank brauchte. Nein, offenbar handelte es sich um den Spitzgdackelschäferhund der chinesischen Kleinmöbelindustrie- es waren doch erheblich mehr Löcher drin als nötig. Ein Sortierungsschema anhand abgezählter Bohrungen schied schon mal aus.
Bleibt Trial-and-Error, auch als "Versuchmachtkluch" bekannt. Die ersten zwei Versuche brach ich kurz vor Vollendung wegen a) schief und b) falsche Kanten vorn (rauhes Sperrholz, nicht der schicke Umleimer), außerdem schief, ab.
Beim dritten Versuch stellte sich dann heraus, dass zwei ziemlich essentielle Bohrlöcher eingespart wurden. Daher blieben zwei Möbelschlösser samt Schrauben  übrig, und gesellten sich zu den Schrauben der nicht angebrachten Topfscharniere. Denn, wie das Leben so spielt, meinen schicken, kleinen, bisher nicht gebrauchten Akkuschrauber, den ich vor ungefähr sechs Wochen gut weggelegt habe, damit ich ihn jederzeit finde, wenn der Fall der Fälle eintritt, war unauffindbar. Und ohne Schrauber keine Scharniere.
Jetzt ist die Schuhbank soweit fertig und harrt nur noch der Anbringung der Sitzfläche. Und ich vermute mal stark, dass meine Möbelaufbauzeit abgelaufen ist, denn meine arthritischen Hände sind heute für nix Sinnvolles zu gebrauchen.
Aber, jay, ich habe eine Sitzbank, wenn man auch nur dann drauf Platz nehmen sollte, wenn man nichts gegen Leisten hat, die sich einem in den Hintern bohren. Und wahrscheinlich alsbald abbrechen.



Dienstag, 23. Mai 2017

Echt kaputt...

... war das Handy nach 10 Tagen.
Wirklich. Ehre-Schwöre kaputt. Akku im Eimer, Laderoutine im A..., Telefon zurückgeschickt, neues gekauft.
Ein anderes, denn man weiß ja nie.
Was ich auch nicht wusste, ist, dass James Bond nach einer literarischen Quelle in Wattenscheid geboren wurde.
Immerhin. Nebenan, sozusagen.
Das zum Gedenken an Roger Moore...

Montag, 8. Mai 2017

Es ist so schön

Dies ist ein hundertprozentig profaner Artikel, der lediglich die Haptik und die Optik meines neuen Telefons besingen soll.
Extrem geschmackvolles Weiß, und so wunderbar glattes Material, dass es nicht nur bei eingeschaltetem Vibrationsalarm, sondern auch bei nur leichtem Gefälle sehr elegant vom Tisch rutscht. Zugegeben, das ist ein Haken, aber dafür sieht es dabei hinreißend schön aus.
Es ist sehr empfindlich gesonnen gegenüber der Magnetisierung der Tablet-Hülle, auf der ich es abgelegt hab, damit es eben nicht vom Tisch rutscht. Denn die Hülle vom Tablet ist antirutsch. Legt man es auf das Tablet, schaltet sich das Telefon nach einigem verärgerten Bildschirmrunzeln einfach mal ab. Sehr interessant.
Es ist das teuerste Handy, das ich je hatte, was was aussagt, wenn man weiß, dass ich seit 1998 eigentlich nur prepaid-Handys besitze. Ohne Simlock. Selbst dieses macht aber das Telefonieren im Schnitt immer noch billiger als der billigste Vertrag. Was aber auch nur deshalb wahr ist, weil ich mit dem Ding vieles mache, aber vielleicht drei Telefonate im Jahre führe. Der Rest wird benötigt fürs Chatten und Fotografieren.  Für Mutter Dinge bei Amazon kaufen, und googeln, wenn mir was nicht einfällt. WLAN ist überall wo ich bin, also ist auch die Internet-Flat in minimalem Zuschnitt höchst ausreichend.


Und es ist schön anzusehen, erwähnte ich das schon?



Mittwoch, 3. Mai 2017

Ich bin...

die Person, für die Google und Co. den Button "Passwort vergessen?" erfunden haben.